Seit 15 Jahren ist die Band Eisbrecher nun schon musikalisch in der Republik unterwegs. Alles begann in einer eiskalten Winternacht 2003! Seitdem schreibt die Gruppe um die Gründungsmitglieder Noel Pix und Alexander Wesselsky Musikgeschichte. Die Eisbrecher-Geschichte erzählt von Mut, von eisernem Willen und emotionaler musikalischer Leidenschaft. Die letzten 15 Jahre sind Zeuge von frechen Rockmusikern, die kein Blatt vor den Mund nehmen und mit knallharter Direktheit, brutaler Ironie und undiskretem Charme regelmäßig voll ins Schwarze treffen.

Spätestens als die Band 2010 mit „Eiszeit“ der Durchbruch schaffte, ist der Eisbrecher eines der Flaggschiffe der deutschen Rockszene. „Die Hölle muss warten“ (2012) und „Schock“ (2015) veredelten die Kajüte des stolzen Stahldampfers mit goldenen Schallplatten, ihr letztes Album „Sturmfahrt“ (2017) eroberte die Spitzenposition der deutschen Charts und wurde gar für den im März 2018 dahingeschiedenen Echo nominiert. Live sorgen Eisbrecher als Fünf-Mann-Rock-Vollbedienung immer wieder und sehr gerne für Aufsehen: Sie spielten auf der Spitze der Zugspitze (mit vollem Besteck in 2962 Metern Höhe) und auf dem Rhein, in Paris und in St. Petersburg, auf Wacken und dem M’era Luna-Festival. Eisbrecher spielen schwarze Szene und Metal, Elektro und Rock. Eine Mischung, die oft auch als “Neue Deutsche Härte” bezeichnet wird, dem Repertoire aber nicht ganz gerecht wird. Die Band war vom ersten kalten Tag an für alles offen und die Tore für die Fans sind ebenfalls stets weit geöffnet. Mit dem „Volle Kraft Voraus-Festival” wurde letztes Jahr gar ein eigenes Rock-Event aus der Taufe gehoben, um einmal jährlich mit befreundeten und geschätzten Bands und Künstlern und natürlich den Fans hart und herzlich zu feiern. 2018 heißt es nun: 15 Jahre Eisbrecher. Höchste Zeit für eine Retrospektive der besonderen Art. Höchste Zeit für „Ewiges Eis“.

Bereits der Einstieg könnte zeitgemäßer kaum sein: „Menschenfresser“ nennt sich die erste Single. Und damit sind keine Raubtiere gemeint, sondern – wer hätte es anders erwartet – „Menschenfresser-Menschen“. Das Original stammt aus der Feder von Rio Reiser und hat bis heute NICHTS von seiner Aktualität und brutaler Wahrheit eingebüßt. Der richtige Song zur richtigen Zeit im modernen Eisbrecher-Soundgewand mit Charme und Faust präsentiert. Danach beginnt die Reise durch die Jahre vom Heute ins Gestern: Von der aktuellen Single „Das Gesetz“ bis zum ersten Tanzbodenfüller und Szene-Hit „Schwarze Witwe“, vom von Mann und Frau gefeierten „Miststück“ bis zur unheimlichen Nationalnothymne „This Is Deutsch“. Bei „Verrückt“ darf sich jeder angesprochen fühlen und den Lautstärkeregler ganz nach rechts drehen, bei „Wo geht der Teufel hin“ darf man sich melancholisch fragen, was aus uns und der Welt werden soll. „Amok“ und „Was ist hier los?“ stecken den ganzen Arm in die Wunde. Musik muss manchmal weh tun. Manchmal jedoch hilft weder Romantik noch Raserei, sondern nur ein inbrünstiges, lautes Fluchen: „Himmel, Arsch & Zwirn“ darf nicht fehlen, und da es sich im Kollektiv schöner schimpfen lässt, ist der Song als Live-Version auf „Ewiges Eis“ vertreten.

Und damit nicht genug: Satte achtzehn Stücke, die sich unter dem Oberbegriff “Eisspezialitäten – Remixe und Raritäten“ zusammenfassen lassen, bilden den zweiten Teil des Albums. Neuauflagen und Bonustracks, Coverversionen und Remix-Perlen tummeln sich im ewigen Eis und führen einmal mehr vor Augen, wie groß das Koordinatensystem von Eisbrecher immer war, wie offen ihre musikalische Welt, wie eigen die Interpretationen. Eisbrecher sind ein Bollwerk gegen die „gepflegte Ohrenzukleisterei“ (Zitat Wesselsky), welche die deutsche Musiklandschaft schon immer aber auch noch immer überschwemmt.

Eisbrecher auf dem M’era Luna Festival 2018

Hinter ihnen liegen 15 wilde, harte, erfolgreiche Jahre und so stehen die beiden Kapitäne Alex Wesselsky und Noel Pix zufrieden, demütig, stolz, kampfeslustig und voller Tatendrang mit ihren Bandkollegen Rupert Keplinger (Bass), Jürgen Plangger (Gitarre) und Achim Färber (Schlagzeug) auf der Brücke, schauen nach vorne und glauben – wie alle – an eine Zukunft. Die Reise geht weiter, weiter durch das ewige Eis. Auf die nächsten 15 Jahre, auf Eisbrecher, auf die Fans, auf das Leben…….es kommt wie es kommt…so oder so!

„Ewiges Eis“ erscheint am 05.10.2018 als Doppel CD im Jewelcase oder Hardcoverbook, limitierte Media Markt / Saturn Edition (mit exklusivem Dog Tag), limitierte Fanbox (mit Eisbrecher-Gürtelschnalle, -Schlauchschal, -Sprühschablone und Sticker plus DVD) sowie als Doppel Vinyl. Vorbestellen kann man „Ewiges Eis“ bereits im Eisbrecher-Shop (–> hier)!