Remode_Cobra_2022-4Depeche Mode sind auch nach Jahrzehnten der Bandgeschichte beliebt wie eh und je. Neulich erst verkündeten sie eine neue Tour für das kommende Jahr, doch nicht jeder kann sich ein Ticket für mehrere hundert Euro leisten. Wie gut, dass es Tribute Bands gibt, die das Depeche Mode Feeling in kleinem Format auf die Bühne bringen und Gänsehautmomente bescheren. Remode gehört zu diesen Bands. Die Gruppe trat am 18. November in der Cobra in Solingen auf und begeisterte das Publikum. Schon beim Einlass war man guter Dinge, dass dies ein grandioser Abend werden würde.

Remode erobern die Herzen

Mit ein klein wenig Verspätung betrat Remode die Bühne und überzeugte gleich mit den ersten Tönen von „Black Celebration“. Die Tribute Band lud zu einer Reise durch die Zeit der Depeche Mode Geschichte ein, die durch abgespielte Musikvideos im Hintergrund untermalt wurde. Einige Fans vermissten es zwar, dass zu jedem Song die Originalvideos gespielt und im Takt und lippensynchron gesungen wurde. Insgesamt war die Stimmung trotzdem gelöst und so sang man Songs wie „People are people“ lautstark mit.Remode_Cobra_2022-7
Wie ausdrucksstark die Band ist und wie nah sie dem Original kommen, bewiesen sie unter anderem mit „Somebody“, das von Keyboarder Michael Antony Austin zwar alleine, doch nicht weniger stimmungsvoll performt wurde. Im Anschluss gesellte sich Sänger Dan Yell zu „Waiting for the night“ zum Keyboarder hinzu. Den Song genoss das Publikum mit leichter Gänsehaut und teils geschlossenen Augen.

Nach dieser kurzen Verschnaufspause ging es mit „Behind the Route“, „Wrong“ oder „Walking in my shoes“ wieder ordentlich zur Sache. Das Solinger Publikum feierte jeden einzelnen Ton und sang so gut wie jedes Wort textsicher mit. Sänger Dan Yell zeigte sich sichtlich erfreut und gerührt, wie die ausverkaufte Cobra kochte.

Eine fulminante Show

Auch wenn es sich bei Remode um eine Tribute Band handelt, darf der eine oder andere eigene Touch bei so einem Konzert natürlich nicht fehlen. Das waren an dem Abend in der Cobra nicht nur die natürlich deutschen Ansagen und der Plausch mit dem Publikum, als Drummer Vic Chains ein kleines Problem mit seinen In-Ears hatte. Auch das Solo von Vic Chains, das über fünf Minuten dauerte und in das Slick Prolidol einstieg, zeugte vom Können der Musiker. Hierzu gehörte auch die Fingerfertigkeit von Gitarrist Johannes Makowskis bei „Personal Jesus“.

Nach über zwei Stunden rasanter Show, verabschiedete sich die Depeche Mode Tribute Band mit „Never let me down again“ vom Solinger Publikum. Eine Zugabe war dann natürlich noch drin und was könnte da passender sein als „Just can´t get enough“?
Zuvor waren bereits Rufe laut geworden, dass man sich „Enjoy the silence“ wünschen würde. Dieser Wunsch wurde nun ganz zum Schluss erfüllt und so wurden die Fans glücklich und ausgepowert in die kalte Abendluft entlassen.