The Beast is back! Das schwarze Biest ist zurück und bringt aus der Hölle viel Liebe mit. Um diese Liebe ordentlich unters Volk zu bringen, sind die finnischen Power Metaller in Europa unterwegs. Begleitet werden sie von den Hebammen des Verderbens; der 6. März drohte im Z7 ein höllisch guter Abend zu werden.

Die finnische Antwort auf TrollfesT, Gloryhammer oder Alestorm heißt Turmion Kätilöt und ist genauso durchgeknallt wie die vorgenannten Bands. Schwarz-weiß geschminkte Gesichter, schwarzes Leder, Stahlketten, spitze Nieten und dazwischen Master Bates mit weißem Hemd, weißen Shorts und pinken Kniestrümpfen. Schon als die Finnen die Bühne stürmten, war klar, es würde kein gewöhnlicher Abend werden. Dass ihre Songtexte hauptsächlich auf Finnisch waren, tat der Stimmung in der Halle keinen Abbruch. Man muss der Sprache nicht zwingend mächtig sein, um sich vom düsteren bis dunkelschwarzen Humor der Band anstecken zu lassen. Das Z7 ließ sich jedenfalls von der fremden Sprache nicht beeindrucken, sondern rockte kräftig ab. Turmion Kätilöt machte von Anfang an mit schnellen Riffs und harten Drums Stimmung. Der raue Gesang und die tiefen Growls trugen ein ihres dazu bei, die Menge für den Headliner des Abends vorzuheizen.

Nach einer kurzen Umbauzeit war es dann endlich Zeit, das Biest auf die Menge loszulassen. Gewohnt energiegeladen stiegen die Powermetaller von Beast in Black aus Finnland in den Abend ein. Dass Yannis an einer Erkältung litt und eigentlich seine Stimme schonen sollte (was er laut eigener Aussage abseits der Bühne auch tat), merkte man dem Sänger überhaupt nicht an.
Sind die beiden Alben schon kraftvoll, so legen Beast in Black bei ihren Liveshows immer noch eine Schippe obendrauf. So auch an diesem Abend in Pratteln: druckvoller, schneller und härter waren die Songs, intensiver Yannis Stimme. Dank der 20 Songs umfassenden Setlist dürfte fast jeder in den Genuss seines absoluten Lieblingssongs gekommen sein. Und wer noch keinen Favoriten hatte, dürfte spätestens mit „Crazy, Mad, Insane“ seinen Hit gefunden haben. Wie heißt es immer, der Name ist Programm. Das stimmt beim Biest definitiv. Die Ninja Turtles Masken und Yannis‘ LED Brille sind nur ein Beweis dafür.
Gegen Ende schien sich Atte überlegt zu haben, dass Yannis ja seine Stimme schonen müsse. Denn als der Sänger kurz hinter die Bühne verschwand, verließ Atte sein Schlagzeug um sich das Mikrofon des Griechen zu klauen und eine kleine Ansprache an die Fans zu richten. Natürlich wurde er dabei von Yannis erwischt. Er wollte sich mit der Ankündigung, sie würden nun den nächsten Song singen, aus der Affäre ziehen. Aber so leicht ließ Yannis seinen Bandkumpel dann doch nicht vom Haken und fragte „We?“. Darauf musste Atte dann doch zugeben, er würde nicht singen, sondern brav Drums spielen. Nach diesem kurzen Schlagabtausch ging es dann mit viel Energie in die letzten Songs des Abends. Natürlich durften auch die vom Publikum lautstark eingeforderten Zugaben nicht fehlen.

Es war ein großartiger Wochenteiler mit viel Stimmung, einigem an Gelächter und großartigem Metal.