Stephenie Meyer – Seelen

Neben der ‚Twilight-Saga‘ kann Autorin Stephanie Meyer auch anders. Mit ihrem Sience-Fiction Roman ‚Seelen‚ veröffentlichte sie parallel zum letzten ‚Twilight‘-Band ihren ersten Roman, der nicht für Jugendliche bestimmt war.

‚Seelen‘ unterscheidet sich zu der Saga um Bella und Edward wie der Tag von der Nacht. Allein sprachlich ist er ganz anders aufgebaut und für Jugendliche ist es tatsächlich etwas schwieriger in die Story einzusteigen. Für die ersten 100 Seiten braucht man ungefähr so lang, wie für die restlichen 800 Seiten, da sie die Spannung erst sehr schleppend aufbaut, dann legt man das Buch jedoch nicht mehr aus der Hand. Für Sience-Fiction Fans ist dieser Roman ein absolutes Muss, denn der Begriff des ‚Außerirdischen‘ wird vollkommen neu definiert und umgesetzt. Gleichzeitig bietet sich dem Leser ein Endzeitszenario, da alle Menschen auf der Erde von den sogenannten ‚Seelen‘ besetzt werden, weil die Menschheit ihren Planeten zerstört und die friedlichen Seelen dem ein Ende setzen wollen. So entsteht ein Utopia, in dem es keine Gewalt, kein Neid und kein Geld gibt und nur wenige Rebellen kämpfen um ihre Freiheit.

Im Film ist die gesamte Story phantastisch umgesetzt worden. Die Schauspielerin der Figur Melanie, die von einer Seele besetzt wird und sich mit dieser anfreundet, passt beinahe perfekt zum Charakter aus dem Buch, auch wenn die deutsche Stimme zwischendurch fehl am Platz wirkt. Insgesamt wirkt alles haargenau wie im Buch, dies beginnt schon bei den silbrigen Augen, die in Mensch bekommt, wenn er besessen ist. Im Film bekommen die Seelen dadurch einen sehr fremden und unnatürlichen Zug, der sehr befremdlich wirkt und das Dasein eines ‚Außerirdischen‘ unterstreicht. Wie in so vielen Filmen, konnte man auch in diesem nicht jede Kleinigkeit aufgreifen, aber die wichtigen Dinge wurden umgesetzt. Da der Film 2013 erst in die deutschen Kinos kam und viele, die das Buch gelesen haben, den Film wohl mit einigem Abstand gesehen haben, fallen Elemente, die eventuell fehlen, gar nicht oder nur kaum auf. Die Besetzung des Streifens trägt aber auch dazu bei, dass es interessant wird, denn es stehen Nachwuchsschauspieler, die kaum bekannt sind neben alten Hasen des Business.

Buch und Film vereinen Krimi, Sience Fiction und Lovestory. Und auch wenn es einige Tote gibt, gibt es ein Happy End, das in beiden Medien offen lässt, ob es eine Fortsetzung geben kann oder nicht. Ein toller Roman, der in einem tollen Film gewürdigt wurde. Daher gibt es volle 10 von 10 Punkten.

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