Marco Bianchi u.a. (Hrsg.) – Metamorphosen: Auf den Spuren von H.P. Lovecraft – Buch-Rezension

g20140903185225Ein Kloster in Island, ein Schokoladenladen in einer Kleinstadt, ein Schamanen-Zepter, ein Zombiewalk und viele weitere seltsame Themen haben eines gemeinsam: Die Verwandlung in Wesen, die längst vergessen glaubten. Metamorphosen in Geschöpfe, von denen die Meisten Sterblichen niemals auch nur zu träumen wagen. Dies alles halten die vierzehn Kurzgeschichten in „Metamorphosen: Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ bereit. Vierzehn Autoren aus ganz Deutschland, der Schweiz und sogar aus den USA treffen sich in diesem Werk, das unteranderem von Marco Bianchi im Verlag Torsten Low bereits 2008 herausgegeben wurde.

Was genau haben noch mal Schamanen, finstere Gassen, ein Irrenhaus und Schokolade gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Beim Lesen der Kurzgeschichten fällt allerdings auf, dass sich alle Autoren mit einem großen Überthema beschäftigen: Mit den großen Alten.

Wer Lovecraft nicht kennt und mit Cthulhu nichts anzufangen weiß, wird auch mit diesen Kurzgeschichten eventuell nicht besonders viel anfangen können. Vom Schreibstil und vom Spannungsaufbau her werden die vierzehn Kurzgeschichten aber einen jeden, der Fantasy und Horror liebt, fesseln. Nicht alle Storys sind gleich interessant, aber das macht ein solches Compendium ja auch aus. Es geht bergauf und bergab und während man bei der einen Geschichte auf ein Ende hofft, kann man bei der Anderen nicht fassen, dass nach so wenigen Seiten Schluss sein soll. Natürlich beginnen alle Autoren mitten im Nirgendwo und Meistens enden sie dort auch, mit dem Unterschied, dass eine Verwandlung stattgefunden hat. Ob die Sterne günstig stehen, ein Fluch oder eine Weissagung eine Familie zusammenbringt oder die Wesen mit bestimmtem Blut zusammenfinden. Für Lovecraft-Fans ist diese Sammlung an Geschichten definitiv einen Blick ins Buch wert und ich muss mein Grundwissen um den Meister des Cthulhu unbedingt noch erweitern.

„Metamorphosen: Auf den Spuren von H.P. Lovecraft“ ist zwar nur ein sehr dünnes Buch von 178 Seiten, lohnt aber beinahe auf ganzer Linie. Nur wenige der Geschichten waren langatmig und etwas zu fad. Zum schmökern aber eine gutee, wenn auch kleine Anthologie.

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