Lacuna Coil – 05.11.2016 – Simm City Wien – Bericht

Am 5. November 2016 war nicht nur Guy-Fawkes-Night, nein, auch in Wien wurde bei durchaus englischem Wetter gefeiert.
Allerdings in einer Halle und ohne Feuerwerk (leider!). Lacuna Coil gaben sich auf ihrer Welttournee die Ehre und fs_03_by_zouberi-danm5hgstatteten der Simm City in der österreichischen Hauptstadt einen Besuch ab. Mit dabei hatten die Mailänder nicht nur neues und älteres Liedgut, sondern auch zwei weitere Bands, Genus Ordinis Dei und Forever Still.

Nach dem Einlass in den neu renovierten Festsaal um 19:00 Uhr, begannen Genus Ordinis Dei pünktlich um acht Uhr zu spielen. Die junge Gruppe aus Italien brachte deutlich härteren Metal auf die Bühne, als man von den nachfolgenden Bands erwartete. Vielleicht war das – zusammen mit der hohen Lautstärke – der Grund, warum sich der Saal nur mäßig füllte. Doch auch bei der geringen P
ublikumsbeteiligung musste sich die Band keinesfalls schämen, besteht sie immerhin aus vier professionellen Musikern, die eine halbe Stunde lang soliden Symphonic Metal darboten. Überpünktlich wurden die Jungs von GOD schließlich von Forever Still abgelöst. Die Dänen beeindruckten nicht nur mit 200 Prozent mehr weiblicher Anmut als ihre Vorgänger (zwei der vier Bandmitglieder sind Frauen), auch ihr Stil ist dem von Lacuna Coil deutlich ähnlicher. Harte Rockmusik mit cleanem, aber dafür klangvollen weiblichen Gesang, dürfte die Musik der Kopenhagener ganz gut beschreiben. Die Show war insgesamt ruhiger, dennoch nicht weniger mitreißend.

Nach einmal mehr Otterkrieger (Ottakringer Bier) und Black Sabbath (Pausenmusik) war es schließlich so weit. Frisch aus den Norditalienischen Irrenhäusern entsprungen, hüpften Lacuna Coil voll motiviert auf die Bühne. Die Zwangsjacken hatten sie dabei sogar noch an. Warum sonst sollte eine Metal-Band in Weiß auftreten? Inzwischen hatten sich noch einige Zuschauer mehr ins Publikum geschlichen, sodass man ungefähr 250 Köpfe vor der Bühne zählen konnte. Die Menge wachte nun auch erst richtig auf, denn die fünf Irren brachten den Saal schon nach kurzer Zeit zum Beben.lc_07_by_zouberi-danm608
Es war für jeden etwas dabei: härtere Riffs und poppigere Melodien, Dramatik und viel Leidenschaft. Cristina Scabbias machtvolle Alt-Stimmlage wurde perfekt durch Andrea Ferros kraftstrotzendes Growlen ergänzt. Der duale Gesang und die Energie der gesamten Band machten den Auftritt aus. Gespielt wurden aktuelle Titel wie „Blood, tears, dust“ und „Delirium“ vom gleichnamigen aktuellen Studioalbum, genauso wie gut bekannte Songs wie „Trip the darkness“, „Heaven’s a lie“ und das Depeche-Mode-Cover „Enjoy the silence“.
Nach „Nothing stands in our way“ trat die Band ab. Es folgte daraufhin selbstverständlich noch eine Zugabe und zum Abschluss wurde ein Foto mit dem Publikum aufgenommen, auf das sich die Fans gerne drängten. Alles in allem war es ein gelungener Abend, der förmlich nach einer Wiederholung schreit.

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