Hans Platz – ein Interview zu Timestamps

Quelle: www.hansplatz.de

Am 11. Oktober erschien ein einzigartiges musikalisches Werk. Der Gitarrist Hans Platz (bekannt als Hans der Aufrechte bei Feuerschwanz) versammelte einige große Künstler um sich herum, um seine instrumentalen Stücke auf ein Album zu bannen. So entstand ‚Timestamps‘, zu dem uns Hans einige Fragen beantwortete:

Wie entstand die Idee, eines Soloalbums neben Feuerschwanz?

Die Idee zum Soloalbum hat sich langsam entwickelt. Mir hat es immer schon Spaß gemacht, Instrumentalmusik zu spielen und zu hören, und als dann T.M. Stevens zusagte, den Song ‚Freak Sauna‘ zu spielen, war das der Startschuss zum Album. So etwas wollte ich nicht in der Schublade liegen lassen.

Standen deine Kollegen von Feuerschwanz hinter dir?

Klar, aber das ganze lief weitgehend unabhängig von Feuerschwanz, in eher spielfreien Zeiten. Sir Lanzeflott, der Drummer, hat den Video-Trailer für das Album gemacht, und hilft jetzt auch bei einem Video zum Song ‚Father‘ mit, welches unter der Regie einer unserer Miezen, die Film/Animation studiert, entsteht.

Beeinflusst die Soloarbeit deine Arbeit mit der Band?

Nein, bisher nicht. Es ist auch eine schöne Abwechslung mal musikalisch etwas anderes zu machen, das macht den Kopf frei und man kann wieder frisch an die Band herangehen.

War es schwierig, Musiker zu finden, die das Projekt mit dir stemmen wollten und konnten?

Nein, überhaupt nicht, ich habe praktisch ausnahmslos alle Leute bekommen, die ich haben wollte. Was mich am Ende dann doch etwas überrascht hat, wenn man sich anschaut mit wem Marco Minnemann, Wolfgang Haffner oder T.M. Stevens sonst so spielen bzw. gespielt haben – deren Terminkalender sind extrem voll, und verglichen mit den Leuten, mit denen sie sonst so spielen, bin ich schon eher ein kleine Nummer. Da habe ich schon einige Luftsprünge gemacht, als die ganzen Zusagen kamen.

Wie fiel deine Wahl der Mitmusiker dann aus?

Zum Teil sind es Leute, die ich schon gut kannte (Wolfgang, Wolfram, Simon), zum anderen Leute, die ich gewissermaßen aus der Entfernung schon immer bewundert habe. Marco Minnemann beispielsweise ist weltweit einer der besten und gefragtesten Rock-Schlagzeuger, da ist es schon etwas ganz besonderes, ihn dabei zu haben. Sein Spiel ist einfach einzigartig – er schafft es auf eine ganz musikalische Art und Weise mit einer spielerischen Leichtigkeit die unglaublichsten Dinge mit dem Schlagzeug zu machen. Alle, die auf dem Album mitgespielt haben, bringen ihren ganz eigenen Sound und Persönlichkeit mit, was mir extrem wichtig war. Dadurch bekommen die Songs eine ganz andere Tiefe.

Warum ist Timestamps komplett instrumental?

Weil ich Gitarrist bin, und kein Sänger. Deshalb kann ich mich an der Gitarre am besten ausdrücken. An sich ist es nicht ungewöhnlich, Musik ohne Gesang zu hören, in unserer Radio und Popmusik dominierten Welt ist das leider etwas verloren gegangen. Dabei ist Instrumental Musik wie ein Buch im Vergleich zum Film: Man muss das Kopfkino einschalten und die Bilder anhand der Stimmung selbst erzeugen – kein Sänger sagt einem, worum es zu gehen hat!

Wie kam der Name des Albums zu stande?

Timestamps bedeutet ja ‚Zeitstempel‘ – da das Album über einen längeren Zeitraum entstanden ist, entspricht jeder Song einem bestimmten Zeitabschnitt während dieser Zeit, mit dem ich irgendwas assoziiere. Ausserdem gibt es die ein oder andere ungewöhnliche Taktart – auf Englisch ‚Time‘ – den Bezug im Albumtitel zu haben, fand ich schön.

Wird es in Zukunft weitere Soloprojekte geben?

Ja, solange es Spaß macht 🙂

 

Vielen Dank Hans für diese tollen Antworten, wir freuen uns schon auf deine nächsten Werke und sagen: Daumen hoch!

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