In diesem Winter luden Versengold zu den Folknächten ein. Gemeinsam mit Mr. Hurley & die Pulveraffen sollten die kalten Gliedmaßen ihrer Fans so richtig aufgewärmt werden. Auf der kurzen folkigen Tour machten die beiden Bands auch erneut in Wuppertal im Live Club Barmen Halt. Beide Bands kannten die Location bereits und auch die Fans rannten den LCB praktisch ein. Bereits eine Stunde vor Einlass reichte die Schlange an Wartenden bis auf den Vorplatz vor der Location hinab. Zum Glück mussten die Wartenden nicht frieren, denn so kalt war dieser Winterabend gar nicht. Bei fast 10 Grad konnte man es schon etwas länger im Pullover aushalten. Trotzdem waren dann alle froh, als die Türen ein wenig früher geöffnet wurden.

Mr. Hurley & die Pulveraffen-10Die Fans beider Bands, teilweise mit Bandshirts und teilweise als Piraten gekleidet, stürmten die Halle, in die etwa 600 Leute passen. Bereits Wochen vor dem Konzert war es ausverkauft und das war auf jedem Zentimeter der Location spürbar. Zu überfüllt war es allerdings nicht, niemand musste vor der Tür oder an der Bar stehen bleiben und auch auf Kinder wurde Acht genommen. Mr. Hurley legte mit einigen Minuten Verspätung dann endlich auch endlich los, um die Fans nicht noch länger warten zu lassen. Mit Songs wie „Plankentanz“, „Schrumpfkopf im Rumtopf“ oder „Die Legende von Daisy Jones“ konnten sie die Wuppertaler Gemeinde begeistern. Zu letzterem Song kam Mr. Ivy Cox auf die Bühne, um ein wunderbares Duett darzubieten. Sie kam allerdings auch gemeinsam mit Pegleg Peggy mehrmals hoch auf die Wuppertaler Planken, um ordentlich das Achterdeck zu schütteln.

Die Piraten hatten die Stimmung schon ordentlich eingeheizt, als das Zeitlos-Intro der letzten Versengold-Tour erklang. Spätestens zu diesem Zeitpunkt gab es im Live Club Barmen kein Halten mehr. Es wurde getanzt, gesungen und nach einiger Zeit sogar ein kleiner Moshpit veranstaltet. Versengold überzeugte mit einer gewohnt spaßigen Show, Mitmachparts und Songs, die eigentlich jeder Fan in- und auswendig kennt. Ein bisschen was neues gab es dann aber auch noch, denn die Bremer präsentierten exklusiv auf den Folknächten zum ersten Mal ihren neuen Track „Niemals Sang- und Klanglos“. Später teilte sich über diesen Song die Meinung in der Fangemeinschaft, da er irgendwie nicht so recht in die Versengold-Historie eingehen möchte. Man darf gespannt sein, was also das neue Album sonst noch zu bieten haben wird. Im nächsten Jahr wissen wir mehr.
Abgesehen von dem neuen Song gab es mit „Tochter der Weiten“ noch eine weitere Überraschung, da dieser Song schon gefühlte Ewigkeiten nicht mehr live präsentiert worden war. Für kollektive Gänsehaut und einige Tränen war damit alle mal gesorgt! Doch wo Versengold ist, ist auch Spaß. Daher verwundert es nicht, dass das Konzert mit einer Zugabe und dem Song „Ich und ein Fass voller Wein“ endete. Zu diesem Song begab sich Buckteeth Bannock von den Pulveraffen nochmals auf die Bühne und blieb zum großen Finale dann gleich dort. Zum Schluss spielten beide Bands noch das „Gossenabitur“ von Knasterbart. Dies war nicht wirklich verwunderlich, da besagte Band schließlich aus etwa 50 Prozent Versengold und Pulveraffen besteht. So jedenfalls ging der Abend viel zu früh bereits zu ende, obwohl es doch insgesamt über drei Stunden wundervolle Livemusik gegeben hatte. Nach dem Konzert blieb den Fans noch die Zeit, mit den Musikern zu quatschen oder sich ein Autogramm zu holen. Nur gut, dass uns dieses Mal der Feueralarm erspart geblieben war!