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Feuerschwanz – 11.11.2016 – Backstage München – Bericht

Faschingsbeginn – was passt da besser als die „Gaudiritter“ von Feuerschwanz nach München zu laden? Im Backstage wurde also am Freitag, den 11. November 2016 eifrig gefeiert, mit viel Met und Augenzwinkern. Zum Start des Konzerts gab es bereits eine positive Überraschung, die Location wurde aufgrund der vielen bereits im Vorverkauf georderten Karten in den großen Konzertraum des Backstages verlegt, in dem am Tag darauf dann auch das Tanzt! Festival (-> wir berichteten) stattfand.

vogelfrey_07_by_zouberi-daoei7cZwar haben es Feuerschwanz nicht nötig, einen „Einheizer“ als Vorband zu haben, da es bei ihnen bekanntermaßen heiß genug auf der Bühne zugeht, jedoch hat es auf jeden Fall auch nicht geschadet, dass Vogelfrey um 20 Uhr im Backstage Werk zuerst losgelegt haben. Bestimmt war es ebenso nicht verkehrt, dass diese zu Beginn des Konzerts gleich mit der Aufforderung des Sängers – „Hörner hoch“ – das Publikum kräftig zum Mitsingen und -trinken animierten. Für die Band war dies ihrer Meinung nach bereits der Zeitpunkt, ab dem sich die weite Anfahrt von Hamburg aus gelohnt hatte. Passend dazu wurde anschließend das Lied „Schuld ist nur der Met“ gespielt. Nach 45 Minuten waren dann alle aufgewärmt genug für den Haupt-Act.

Nach einer kurzen Umbaupause und gut eine Stunde nach dem Beginn von Vogelfrey starteten dann auch Feuerschwanz mit ihrer Show. Der Ausdruck „Show“ ist hier fast schon eine Untertreibung, denn nicht nur musikalisch wurde wie immer einiges geboten, sondern auch die Bühnenperformance war, wie bereits schon in unserem Bericht vom Konzert in Bochum erwähnt (-> hier geht es zum Bericht), überaus unterhaltsam. Natürlich konnten sie sich es nicht nehmen lassen mit dem gleichnamigen Song zu ihrer Tour „Sex is‘ Muss“ zu spielen. „Moralisch höchst verwerflich“ ging es dann auch schon weiter mit „Keine Frage, Saufgelage“ und natürlich „Ringelpietz (mit Anfassen)“. Selbstverständlich gab es genügend bekannte Lieder zum Mitsingen und Mitfeiern, die die Erlanger zum Besten gaben. Die meiste Begeisterung wurde beim Hauptmann durch den Stagediver im Kettenhemd hervorgerufen, der es schaffte, so durch die sitzende Menge gereicht zu werden.
Einen weiteren Augenschmaus bot einmal wieder das nicht singende Mitglied der Band, die allseits beliebte und wie immer knapp bekleidete Mieze. Man durfte sich nicht nur über wechselnde Outfits ihrerseits sondern auch des Hauptmanns freuen. Dieser war einmal als grünliche, blonde Fee, das andere Mal mit riesiger LED-beleuchteter Schulterrüstung kostümiert. feuerschwanz_10_by_zouberi-daoeinnDennoch durfte im Programm auch eine Ballade nicht fehlen, um dem Publikum die Chance auf wenig Gekuschel zu geben.

Als Zugaben gab es dann noch „Metvernichter“ und „Zuckerbrot und Peitsche“. Um wieder einmal zu zeigen, dass die Band mit ihren Liedern und Auftritten nicht auf die Unterdrückung der Frau abzielt und als von der Band bezeichnete „Sexperiment“, wurde beim Song „Bück dich Fee“ ein Dame aus dem Publikum auf die Bühne gebeten, um dann kurzerhand in einen Ritter verwandelt zu werden. Obszöne Gesten waren hier natürlich vorprogrammiert, aber wenn es dazu dient, dass die Band nicht wieder als „sexistische Scheißband“ beschimpft wird, haben wir dem ganzen doch gerne zugesehen und -gelauscht.

„Metnotstand im Märchenland“ gab es dank des Konzertes dann wirklich am Tag darauf an der gleichen Stelle beim Tanzt! Festival. Offenbar wurde durch die metvernichtenden Fans so viel getrunken, dass dieser am Tag darauf in kürzester Zeit ausverkauft war.

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