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Castle Rock Festival 2017 – Schloss Broich Mülheim an der Ruhr – Vorbericht

Endlich volljährig – Das 18. Castle Rock Festival steht vor der Tür!
Die Tage werden länger, die Natur erwacht aus dem Winterschlaf – die Open-Air-Saison kann kommen! Zeit, den Kalender hervorzuholen und sich die wichtigsten Termine für 2017 zu notieren. Dazu gehört – nicht nur für die im Ruhrgebiet ansässige  Schwarze Szene – auf jeden Fall das legendäre Castle Rock im Schloss Broich zu Mülheim. Zum nunmehr 18. mal haben Veranstalter Michael Bohnes und sein Team alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine illustre Schar von Künstlern img (1)der härteren Gangart  in die spätkarolingische Burganlage zu holen. Der Burghof wird sich in diesem Jahr am 30. Juni und 01. Juli mit Freunden düster-metallischer Klänge füllen, die das Schloss buchstäblich rocken werden.

Klein, fein, familiär: Das Castle Rock ist seit 18 Jahren eine feste Größe in der Schwarzen und Metallischen Musikszene. Alljährlich stürmen Fans von nah und fern die altehrwürdige Location, um ein abwechslungsreiches Musikprogramm mit Stars der Szene zu genießen. Stets ist für jeden Geschmack etwas dabei – die Veranstalter beweisen stets auf neue ein glückliches Händchen beim Booking und bedienen dabei fast jede Nuance des Genres. Nach wie vor bemerkenswert: Das Castle Rock steht unter der Regie der Stadt Mülheim, die sich mit dieser  Kultur-Veranstaltung bei einer Special Interest-Klientel einen Stein im Brett verdiente.

Das Schwesternfestival „Burgfolk“ musste im vergangenen Jahr zwar aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden, das Castle Rock bleibt vom Sparkurs jedoch unberührt – in gewohnter Manier wird auch 2017 einiges geboten. Neben einem exzellenten und quantitativ erweiterten Line-Up gibt es auch diesmal eine Pre-Show-Party der ganz besonderen Art. Am 29. Juni heißt es um 18 Uhr Leinen los für die „Schwarze Flotte“ – vom nahe gelegenen Wasserbahnhof in Mülheim geht es mit einem Partyschiff auf die Ruhr. Mit an Bord: Ski King und Another Tale. Ski King, 25 Jahre Bühnenerfahrung, prägnante Stimme und rührig mit verschiedenen Projekten unterwegs, wird unter anderem mit Coversongs aus  Rock und Heavy Metal das musikalische Einschwingen erleichtern, während die legendäre Essener Gothic-Band Another Tale, nach ihrem Revival im Jahr 2013 wieder aktiv, mit düsterer Akustik für melancholische Vibes sorgt.

Am Freitag öffnen sich dann ab 17 Uhr auch auf dem Festland die Tore zum Festivalgelände. Den Opener zum 18. Castle Rock gibt die Band Maerzfeld. Die Neue Deutsche Härte-Band ist derzeit mit den Aufnahmen zum neuen Album „Nackt“ beschäftigt und wird auf dem Castle Rock sicherlich auch den einen oder anderen neuen Song mitbringen. Aus Tirol reisen die Symphonic Metaller von Serenity an, die erst im vergangenen Jahr mit dem Album Codex Atlanticus neues Material produziert haben.
Weiter geht es dann mit der international besetzten Dark-Rock Band Darkhaus. 2014 vom Sonic Seducer als Newcomer des Jahres gefeiert, haben Darkhaus sich schon als Support von Eisbrecher und Unzucht einem begeisterten Publikum präsentiert. „Dark“ bleibt es auch weiterhin: Als Headliner gibt sich zum Finale des Freitagabends kein geringerer als The Dark Tenor die Ehre. Der stets vermummte Interpret hat seit seinen ersten Auftritten im Jahr 2013 mit ausgebildeter Tenor-Stimme und einem fulminanten Crossover aus Opern, Sinfonie und Pop im Sturm die Herzen des episch-romantisch-orientierten Publikums erobert und konnte beide bisher erschienenen Alben in den deutschen Top Twenty platzieren.

Auch am Samstag geben sich die Stars das Mikro in die Hand. Als Opener sondieren bereits ab 12:15 Uhr die Hardrocker von Hemesath die Lage auf und vor der Bühne. Im Anschluss bieten Nox Interna, zwischenzeitlich zehn Jahre im Geschäft,  einen exquisiten Mix aus Oldschool-Gothic-Rock und Industrial Metal dar. Erst zwei Jahre alt ist hingegen die Band Erdling, die 2015 von Ex-Mitgliedern von Stahlmann gegründet wurde, in dieser Formation im vergangenen Jahr das Debütalbum Aus Den Tiefen veröffentlichte und auf dem M’era Luna Festival spielte. Düsteren Dark Metal Rock bringen zur Mittagszeit Vlad In Tears auf die Bühne. Die in Italien gegründete und derzeit in Berlin ansässige Band hat ein noch recht neues Album im Gepäck: 2016 erschien, nach einer bewegten Zeit mit Neuorientierungen und Besetzungswechseln, das aktuelle Album Unbroken.
Ganz aus der Nähe, aus Viersen nämlich, reist der folgende Act an: Aeverium. Die Alternative Metaller rund um Frontfrau Aeva waren vor kurzem als Vorband von Kamelot auf Tour und gehen im Vorfeld des Castle Rock im Frühjahr mit Lord Of The Lost auf Tour durchs Land. Am frühen Abend gegen 17:45 Uhr geht es mit Neuer Deutscher Härte in Gestalt der 15896414_1437552616278293_4454661404724108267_oHerrschaften von Ost + Front weiter. Musikalisch inspiriert durch Kollegen wie Rammstein und mit Lyrics zu gesellschaftskritischen Themen oder über menschliche Psyche garantieren Ost + Front mit einprägsamer Optik und wuchtigen Klängen für bleibende Eindrücke.
Über Crematory muss eigentlich nicht viel gesagt werden: Gegründet in den frühen 90ern sind die Gothic Metaller Urgesteine der Szene. Mit einer 13-Alben-Diskographie gehört das Sextett rund um Sänger Gerhard „Felix“ Stass zu den Highlights des Festivals. Von allen Acts werden sie die weiteste Anreise hinter sich bringen, denn sie kommen aus Lissabon: Als zweiter Headliner werden  Moonspell erwartet. Die Portugiesen  beschließen das 18. Castle Rock Festival würdig und stimmungsvoll mit melodischem Dark/Gothic Metal.

Karten für Freitag sind für 27,50€, für Samstag für 34,00€ zu bekommen; das Kombiticket für beide Tage gibt es schon für 49,50€. Wer bereits am Donnerstag mit der „Schwarzen Flotte“ in See stechen will, ist mit 25,50 € dabei – muss aber schnell sein. Die Tickets sind auf 99 Stück limitiert. Karten gibt es beim offiziellen Ticketpartner.

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