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Black Hole Generator – A Requiem For Terra – CD-Rezension

Der Norweger Bjørnar Erevik Nilsen ist den Anhängern der Outputs von Dark Essence Records (u.a. Hades Almighty, Hail Spirit Noir, Taake) eher als Kopf der Avantgarde/Progressive Metal-Combo Vulture Industries bekannt. Mit seinem Projekt Black Hole Generator erschien bereits Anno 2006 die EP Black Karma, die überwiegend positive Kritiken erhielt. Im November vergangenen Jahres ist mit A Requiem For Terra das lang erwartete Langspiel-Followup via Dark Essence Records erschienen.

Im Gegensatz zu seiner anderen Band schmiedet Nilsen hier in Eigenregie grubenschwarzen Black Metal, der ziemlich gut den Wahnsinn im Kopf des Musikers verbildlicht. Psychedelische Stürme, ein bisschen Industrial-Soundfragmente eingestreut, Musik vor dem Abgrund: Vom rauschhaften Titel-Track über die heftigen „Titan“ und „Moloch“ bis zum Ende der knapp 40-minütigen Reise mit „Spiritual Blight“ überzeugt der distinktive, eigenständige Vocal-Style des Musikers und Produzenten mal in fauchenden Gurgel-Growls, mal in cleanen High-Pitch-Vocals. Auch bei gregorianischen Gesängen im aus dem Off glänzt der Herr vollends, der poetische und philosophische Aspekt des Konzepts bleibt dabei aber gerne ein bisschen auf der Strecke. Das mag daran liegen, dass sich dieser mehr hinter den heftigen Instrumental-Hurricanes versteckt. Dazu kommt die Tatsache, dass man insgesamt hier aber auch keinen klassischen Black Metal schmiedet -ganz und gar nicht-, stattdessen trifft hier der gediegene Arcturus/Ihsahn-Style auf das, was sonst so im bergischen Hordaland gewerkelt wird. Gastmusiker Arve Isdal (Enslaved, Audrey Horne), Terje Andersen (Susperia, ex-Sarke) und Gjermund Fredheim (Orkan, Syrach) fügen dem ohnehin schon sehr reißerisch-meisterhaften Gesamtbild ihre Instrumental-Talente hinzu und garnieren den psychotischen Cocktail, der von Nilsen entworfen wird, zu welchem der Zugang aber durchaus mühselig, doch lohnenswert wird.

Fazit: Heavy, atmosphärisch, vielseitig – aber definitiv weniger der völlig zerstörte Halb-Grind-halb-High Speed-Black Metal à la Anaal Nathrakh, mit dem die Debüt-EP noch verglichen wurde. Der Neo-Schwarzes-Loch-Generator ist schon von beeindruckendem Sog.

Interesse geweckt? „A Requiem For Terra“ gibt es bereits seit November 2016 zu kaufen und kann -> hier bestellt werden.

In der Zwischenzeit seht ihr hier das Musikvideo zu „Moloch“:

 

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